Mittwoch, 25. Juni 2014

Mohrrübensalat - Carrot Salad - Karottensalat

Muttis Möhrensalat



Als Kind im Sommer, wenn ich aus dem Schwimmbad gekommen bin, oder nach der Schule ...       ich liebte ihn. Er ist einfach etwas Besonderes. Mutti würde jetzt sagen, "Quatsch, ein ganz einfacher, schnell gemachter Karottensalat." Aber die einfachen Sachen sind manchmal die Besten.
Meine Mutti war eine begnadete Köchin, ein dickes Danke an Sie, denn sie hat uns, auch meine Kinder, gelehrt, alles zu versuchen, alles auszuprobieren und uns nicht dem Spruch: "Was de Bauer net kennt frisst da net" hinzugeben. Wir waren auf jedem Markt, egal ob in Deutschland oder im Süden. Gewürze, Obst im Süden, bis heute gibt es für mich nichts Schöneres als im Urlaub über die heimischen Märkte (nicht die Touristenmärkte) zu gehen, oder auch hier in Heidelberg oder Mannheim. Aber dazu ein anderes Mal mehr.
Was aber das Schönste an den meisten Rezepten von meiner Mutti ist, war, wenn ich sie gefragt habe, wie viel ich von etwas benötige - wer kennt die Antwort?
Klar, fast alle "einen guten Löffel, eine Hand voll" ...

Daher für euch mit Mengenangabe:

  • 5 goße Mohrrüben
  • 1 Apfel
  • 1 knappen EL Zitronesaft
  • 2 EL Sahne
  • 1 TL Essig
  • 1 EL Öl
  • 1/2 TL Meersalz
  • 1/2 TL Pfeffer aus der Mühle
  • 1 Prise Zucker

Wir fangen damit an die Zitrone auszupressen. Jetzt müsst ihr die Mohrrüben und den Apfel schälen. Das ganze auf der groben Reibe reiben. Am besten gleich in eine Schüssel mit fest verschließbarem Deckel. Bitte sofort Zitronensaft über Äpfel und Möhren geben, das verhindert, dass die Apfelspäne so grausam braun aussehen.
Nun einfach das Ganze das erste Mal schön durcheinander machen, so dass sich die Zitrone auch überall hin verirrt.
Die Zitrone ist ja nicht nur da um das Aussehen zu verbessern, sondern auch für den Geschmack!
Die Sauce bereiten wir nicht in der Schüssel zu, hierfür könnt ihr ein Schüsselchen aber auch einen selbst hergestellten Shaker (kleines fest verschließbares Glas) verwenden. Essig, Öl, Sahne und die Gewürze hineingeben und zu einer homogenen Masse verbinden - auf deutsch: rumrühren oder schütteln.
Das ganze gebt ihr nun über die Möhren / Äpfel.
Noch mal gut durcheinander machen und einfach in den Kühlschrank stellen. Wer sich über die Sahne wundert, meine Kleine hat eine Lactoseintoleranz und das ist eine Sahne, die gleichwertig schmeckt und die sie dann wenigstens auch verträgt. Manchmal muss man da einfach ein bisschen umdenken.

1 Std. später könnt ihr ihn dann mal rausholen, durcheinander machen und probieren. Evtl. noch etwas Sahne dazugeben oder nachwürzen.
Meine Mutti hat immer noch das Mark einer halben Vanilleschote mit reingegeben, meine Lieben mögens lieber ohne.
Am besten schmeckt der Salat übrigens am nächsten Tag! Der ist sowas von saftig aber was sag ich, wer will kann es ja jetzt selbst einfach mal ausprobieren. Lasst es Euch schmecken!






Kommentare:

  1. Da möchte ich mal was anmerken! Danke für die Hommage an die Mutter - durch diesen Post wurde ich an meine Mutter erinnert und an ihre tollen Rezepte!

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  2. Ja, liebe Petra, da hast du völlig Recht.
    Der Möhrensalat war wirklich klasse.
    Aber bei den Maßangaben bist du oder warst du auch nicht besser. -:)
    Ich werde den Salat morgen ausprobieren.
    Vielen herzlichen Dank

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