Montag, 12. Dezember 2016

Die Ente ist mal im Backofen

Ente mit Semmelknödelfüllung, Rotkraut und Orange


Nein das gibt es nicht an Weihnachten und auch nicht an Silvester, das gab es bei uns am 24.11.2016. Genau da ist Thanks giving - aber auch deswegen hab ich es nicht gemacht! Sondern in Gedenken an einen ganz arg lieben wertvollen Menschen. Er hat es geliebt zu kochen, zu backen und mit lieben Menschen an einem schön gedeckten Tisch, gemeinsam in fröhlicher Runde zu essen.


Warum ich es erst jetzt poste, weil es mir nach all der Zeit noch so verdammt weh tut und der Mensch so unendlich fehlt!
Ich weiss das eigentlich jeder dieses Päckchen trägt nur jeder geht anders damit um!


Zutatenliste:
  • 1 kleine Ente ca. 2kg
  • 6 Brötchen
  • 3 Eier
  • 1 Zwiebel
  • 2 EL Petersilie
  • 1 unbehandelte Orange
  • 1 TL Orangenabrieb
  • Rotkraut
  • 1 EL dunkle Sojasauce
  • 1 EL braunen Zucker
  • Pul Biber, Meersalz, Pfeffer, Paprika, Muskatnuss
  • 1 Nadel, 
  • 1 Pinzette
  • Faden

Die Ente erstmal waschen, von innen und aussen und vorsichtig trocken tupfen.
Alle Federansätze mit einer Pinzette entfernen. Das ganze unnötige Fett und den Hals abschneiden.


Nun in einer separaten Schüssel den Knödelteig herstellen (Anleitung KLICK HIER


Der Ente nun mit Nadel und Faden ganz einfach den Hals zunähen.


Den Semmelknödelteig in den Bauch stopfen.
Die Orange ganz heiß abwaschen, abtrocknen und nun als Abschluss legen. So nun auch diese Öffnung mit Nadel und Faden zunähen.


Nun kann man den Backofen langsam auf 200° Ober- Unterhitze vorheizen.
In einem separaten Töpfchen die Marinade aus Orangenabrieb, Sojasauce, Meersalz, Pfeffer, Paprika und etwas Olivenöl herstellen.


Da ich keinen Gestank produzieren wollte und trotzdem eine knusprige Ente von allen Seiten haben wollte habe ich nun 6 Metallschaschlikspieße auf die Ente verteilt. Flügel und Beine fixieren.


In die Ente mit der Nadel ein paar Löcher in die Haut piecksen so dass das Fett ablaufen kann.


In einen Bräter etwas Orangensaft und Brühe gegeben und die Ente darüber gehängt. 


Eine sehr gewagte Konstruktion aber es hat super gut funktioniert.
Ente mit Bräter für 1 Stunde in den Backofen.


Danach rausholen und wenden. Dank der Hilfe meines Mannes haben wir das ohne Absturz hin bekommen.
Für eine weitere Stunde so im Backofen belassen.


Dachach nochmals rausholen. Wer will und bei wem sie nicht knusprig genug ist kann ja nochmals Marinade darüber geben - bei mir war das nicht von Nöten.
Nochmals wenden und nochmals 10 Minuten in den Backofen schieben.


Rausholen, tranchieren und mit der Semmelknödelfüllung und dem Rotkraut servieren.


Wer mag kann auch von dem Sud im Topf noch schnell eine Sauce machen. Passt aber auch Orangenmarmelade als Kontrast dazu. Trotz das jeder sagt das man sie übergießen muss etc. kann ich nur sagen sie war super knusprig und auf keinen Fall Furz trocken sondern für uns perfekt.


So nun wünsche ich euch allen alles gute und viele schöne gemeinsame Essen in einer lieben Runde mit Menschen die man lieb hat!
Petra
 



Kommentare:

  1. Hallo Petra!
    Diese Ente sieht wirklich richtig knusprig aus! Mit dem Semmelknödelteig gefüllt - das hört sich auch klasse an. Habe ich so noch nicht gegessen. Wäre aber absolut mein Fall!
    LG
    Anke

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  2. Die sieht wirklich schön knusprig aus und hat bestimmt auch richtig gut geschmeckt und dann auch noch Rotkohl dazu, mmmmhhhh
    GlG Christina

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  3. Liebe Petra,
    endlich mal ein Rezept bei dir, was ich definitiv nicht nachmachen werde ;)
    Denn Ente mögen wir einfach alle nicht. Rotkraut und Semmelknödel natürlich schon (ein Franke ohne Knödel geht ja gar nicht ;) ... Franken und Klöß' sind einfach eine perfekte Symbiose).

    Jetzt warte ich natürlich auf das Rezept für die Spekulatiuscreme (von der du mir in einem Kommentar bei mir die Nase lang gemacht hast!). Meine liebe Petra, also die mußt du unbedingt noch vor Weihnachten hier einstellen!! (oder du schickst mir per mail das Rezept). Ich habe gerade so was von Heißhunger auf Spekulatius ;)

    ♥liche Grüße
    Ellen

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    1. Liebe Ellen,
      du kannst das genauso mit nem Giggele machen da passen auch Rotkraut und Knödel und die Orange sowieso.
      Das Rezept hatte ich doch schon gepostet....
      Es gibt sogar 3 Stück mit Spekulatius :)
      Schick dir die Links.
      Liebe Grüße
      Petra

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  4. Liebe Petra,
    Ente ist eines meiner Leibgerichte :-)
    Sehr lecker schaut Dein Gericht aus.
    Herzliche Grüße,
    Sabine

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  5. Hallo Petra!

    Oh ja, das ist eine tolle Idee, ein Gedenkessen zu veranstalten. Man kann Erinnerungen austauschen, zusammen lachen oder auch ein paar Tränen vergießen. Ich kann Dir das gut nachfühlen. Man kann zwar besser damit umgehen, aber das Loch bleibt.
    Dein Braten war sicher fantastisch lecker!
    Die Bilder sprechen Bände!

    Ich schick Dir sonnige Grüße! Ellen

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